Reinigungsverfahren im Vergleich
Warum die Wasser-Luft-Technologie das führende Verfahren ist
Die Wahl des Reinigungsverfahrens für Förderketten und Förderschienen entscheidet über Schmierfähigkeit, Lebensdauer und Produktionsqualität. In der Praxis zeigt sich: Aggressive Methoden – ob chemisch, biologisch oder mechanisch-abrasiv – bringen erhebliche Risiken für die Fördertechnik mit sich. Die BRIGE Wasser-Luft-Technologie (B-CLEAN®) hat sich als führendes Verfahren etabliert, weil sie diese Risiken ausschließt und gleichzeitig eine überlegene Tiefenreinigung bei 0 % Restalkalität erreicht.
B-CLEAN® Wasser-Luft-Technologie – das führende Verfahren
Die B-CLEAN® Wasser-Luft-Technologie ist das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit und Praxiserfahrung an hunderten Industrieanlagen. Das Verfahren reinigt Förderketten ausschließlich mit heißem Wasser unter Druck und Heißluft zur Trocknung – vollständig ohne chemische, biologische oder abrasive Reinigungsmittel.
Das Wasser wird in einem geschlossenen Kreislauf über mehrstufige Filtration geführt und permanent auf bis zu 60 °C erhitzt. Die anschließende Trocknung mit der patentierten Tunnel-Dry-System Technologie (TDS) verhindert Korrosion und ermöglicht die sofortige Nachschmierung. Die Restalkalität beträgt exakt 0 %, wodurch auch hochwertigste Schmierstoffe (z. B. perfluorierte Polyetheröle) sofort ihre volle Wirkung entfalten.
Die Reinigung erfolgt im eingebauten Zustand (Inline) – kein Kettenausbau, keine Produktionsunterbrechung über den Wartungszeitraum hinaus. Das geschlossene System verhindert jegliche Kontamination der Produktionsumgebung.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Reinigungsmedium | Nur Wasser und Luft – keine Chemie, keine Biologie |
| Restalkalität | 0 % – sofortige optimale Schmierfähigkeit |
| Wasserverbrauch | < 1 Liter pro Meter Förderkette (Kreislauf) |
| Trocknung | Integrierte Heißluft-Tunneltrocknung (TDS) |
| Energieeinsparung TDS | Bis zu 90 % vs. Kompressorluft |
| Inline-Reinigung | Ja – kein Kettenausbau erforderlich |
| Umweltbelastung | Keine – geschlossenes System, keine Chemie |
| Materialschonung | Maximal – keine abrasive oder chemische Belastung |
B-CLEAN® SR-Sets – Förderschienenreinigung
Die Reinigung der Förderschienen ist ebenso entscheidend wie die Kettenreinigung: Verschmutzte Schienen sind die häufigste Ursache für Tropffall auf Werkstücke und damit für Beschichtungsfehler. Die B-CLEAN® SR-Sets reinigen die Förderschiene dreistufig (Grobschaber, Feinbürste, Absaugung) direkt während des laufenden Betriebs.
Die SR-Sets sind so konstruiert, dass sie Kurven, Weichen und Steigungen passieren, ohne die Förderkette zu blockieren. Kein Umbau der Fördertechnik ist erforderlich. Praxisdaten zeigen, dass durch regelmäßige Schienenreinigung die Nacharbeitsquote um bis zu 80 % gesenkt und die First-Run-Quote signifikant gesteigert werden kann.
VAKUA-System – Laufschienenreinigung
Für die Innenschienenflächen von Handhängebahnen und Freeschienen in Power & Free Anlagen hat sich das VAKUA-System als führende Lösung etabliert. Es arbeitet rein mechanisch mit Schabeklingen und Unterdruck – der gelöste Schmutz wird sofort abgesaugt, ohne dass Chemie, Wasser oder aggressive Medien zum Einsatz kommen.
Das VAKUA-System ist vom Kunden eigenständig einsetzbar, passiert Weichen und Kurven und hinterlässt saubere Schieneninnenflächen ohne Rückstände. Verschleißteile (Klingen und Bürsten) sind als Sets im BRIGE Shop erhältlich und einfach austauschbar.
Warum aggressive Reinigungsmethoden problematisch sind
In der Praxis greifen Anlagenbetreiber teilweise zu chemischen Reinigern, Trockeneis oder Hochdruckstrahlern. Diese Methoden mögen auf den ersten Blick wirksam erscheinen, bringen jedoch schwerwiegende Nachteile mit sich, die langfristig die Anlage schädigen und die Gesamtkosten erhöhen:
Chemische und biologische Reiniger hinterlassen Restalkalität in den Kettenlagern. Diese alkalischen Rückstände verhindern, dass frisches Schmiermittel korrekt haftet – besonders kritisch bei modernen Hochleistungsschmierstoffen wie perfluorierten Polyetherölen (PFPE). Das Ergebnis: beschleunigter Verschleiß trotz Reinigung. Hinzu kommen Entsorgungskosten, Umweltauflagen und das Risiko, dass chemische Rückstände die Beschichtungshaftung auf den Werkstücken beeinträchtigen.
Trockeneis (CO₂-Strahlen) kann Schmiermittel nicht entfernen, da Öle und Fette nicht sublimieren. Die aggressive mechanische Wirkung der Eispellets kann Kugellager in Laufrollen zerstören und Oberflächen beschädigen. Zusätzlich entsteht eine extreme CO₂-Belastung der Produktionsumgebung, die mehrtägige Lüftungszeiten erfordert – ein enormer Produktionsausfall.
Bürstensysteme – warum Bürsten keine Dauerlösung sind
Bürstensysteme für Förderketten erscheinen als einfache Lösung, sind in der Praxis jedoch mit erheblichen Problemen behaftet:
Das Hauptproblem: Die Bürstenborsten erschlaffen bereits nach kurzer Einsatzzeit und verlieren ihre Reinigungswirkung. Die Bürsten müssen häufig gewechselt werden, was hohe Folgekosten verursacht und regelmäßige Wartung erfordert. Zudem erreichen Bürsten – ob rotierend oder feststehend – nur die äußerlich zugänglichen Stellen der Förderkette. Die betriebskritische Verschmutzung sitzt jedoch in den Kettengelenken und Kettenlagern, also genau dort, wo Bürsten nicht hinkommen.
Die Reinigung mit Bürsten bietet daher hauptsächlich optische Vorteile: Die Kette sieht sauberer aus, die Verschmutzung in den Lagern bleibt aber bestehen und führt weiterhin zu Verschleiß, Kettenlängung und erhöhtem Energieverbrauch. Bürstensysteme sind keine Alternative zur echten Tiefenreinigung.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Tiefenreinigung der Kettenlager | Nicht möglich – nur Oberfläche |
| Borstenstandzeit | Kurz – häufiger Wechsel nötig |
| Folgekosten | Hoch durch schnellen Verschleiß |
| Ergebnis | Optisch sauberer, Verschmutzung in Lagern bleibt |
Hochdruckreinigung – riskant für Förderketten
Hochdruckreiniger (Dampfstrahler) ermöglichen zwar eine schnelle Reinigung, verursachen aber schwerwiegende Schäden an Förderketten: Der hohe Wasserdruck erzeugt Rissbildung an Spalten und Laschenbohrungen sowie Pittingbildung (Materialausbruch). Da sich Wasser in den Gelenken am längsten hält und dort ohne sofortige Trocknung Korrosion verursacht, sind häufige Kettenbrüche die Folge.
Die Hochdruckreinigung ist für Förderketten grundsätzlich nicht empfehlenswert – weder als Regelmethode noch als Notlösung, da die Materialschäden oft erst mit Verzögerung auftreten und dann zu ungeplanten Produktionsstillständen führen.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Rissbildungsgefahr | Hoch – Spalten, Laschenbohrungen |
| Korrosionsrisiko | Sehr hoch (Wasser in Gelenken) |
| Materialschäden | Pittingbildung, Kettenbrüche |
| Empfehlung | Nicht empfohlen für Förderketten |
Manuelle Reinigung – unwirtschaftlich und riskant
Die manuelle Reinigung durch Mitarbeiter mit Bürsten und Schwämmen während Stillstandzeiten ist die aufwändigste und unzuverlässigste Methode. Der Prozess kann je nach Kettenlänge mehrere Tage dauern und die Reinigungsqualität schwankt stark abhängig von Sorgfalt und Erfahrung der Mitarbeiter.
Neben den hohen Personal- und Zeitkosten besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko durch Quetschungen und Schnittverletzungen. In vielen Fällen ist die Kette im eingebauten Zustand gar nicht vollständig zugänglich. Die manuelle Reinigung sollte nur im absoluten Ausnahmefall eingesetzt werden.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Reinigungsqualität | Stark schwankend, abhängig vom Mitarbeiter |
| Stillstandzeit | Mehrere Tage möglich |
| Verletzungsrisiko | Hoch |
| Empfehlung | Nur im absoluten Ausnahmefall |
Fazit: B-CLEAN® als Branchenstandard
Die Gegenüberstellung zeigt deutlich: Nur die Wasser-Luft-Technologie (B-CLEAN®) vereint alle entscheidenden Vorteile in einem Verfahren – Tiefenreinigung der Kettenlager, 0 % Restalkalität für sofortige Nachschmierung, geschlossenes System ohne Umweltbelastung, Inline-Fähigkeit ohne Kettenausbau und maximale Materialschonung ohne abrasive oder chemische Belastung.
Für die Förderschienenreinigung (B-CLEAN® SR-Sets) und die Laufschienenreinigung (VAKUA-System) gilt dasselbe Prinzip: Mechanische Reinigung ohne aggressive Medien, sofort einsatzbereit und auf die spezifischen Anforderungen der Fördertechnik abgestimmt.
Chemische, biologische und abrasive Verfahren (Trockeneis, Hochdruck) mögen kurzfristig wirksam erscheinen, verursachen aber langfristig höhere Kosten durch Materialschäden, Restalkalität-Probleme und Umweltauflagen. Bürstensysteme bieten keine echte Tiefenreinigung und verursachen durch schnelles Erschlaffen der Borsten laufende Folgekosten.
- B-CLEAN® Kettenreinigung: Heißwasser-Luft-Technologie mit 0 % Restalkalität – das führende Verfahren für Förderketten
- B-CLEAN® SR-Sets: Dreistufige Schienenreinigung ohne Umbau – bis zu 80 % weniger Nacharbeit
- VAKUA Laufschienenreinigung: Mechanisch-pneumatisch, ohne Chemie – eigenständig vom Kunden einsetzbar
- Chemische/biologische Reiniger: Nicht empfohlen – Restalkalität verhindert korrekte Schmierung
- Trockeneis: Nicht empfohlen – entfernt keine Schmierstoffe, zerstört Kugellager, extreme CO₂-Belastung
- Bürstensysteme: Nicht empfohlen als Dauerlösung – Borsten erschlaffen schnell, keine Tiefenreinigung
- Hochdruckreinigung: Nicht empfohlen – verursacht Risse, Pitting und Korrosion